Banken & Finanzinstitute
Banken, Sparkassen und weitere Finanzinstitute verfügen häufig über komplexe Versicherungs- und Risikostrukturen. Dabei können insbesondere Haftungsfragen, hohe Vermögenswerte, IT-Abhängigkeiten und aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen eine Rolle spielen.
RAW unterstützt Banken und Finanzinstitute bei der strukturierten Analyse des bestehenden Versicherungsschutzes. Abhängig vom vereinbarten Umfang betrachten wir unter anderem Deckungsinhalte, Versicherungssummen, Selbstbehalte und mögliche Abgrenzungen zwischen einzelnen Versicherungsbereichen.
Auf Grundlage der Analyse kann auf Wunsch eine Ausschreibung ausgewählter Versicherungsbereiche oder eine laufende Betreuung im Rahmen eines Maklermandats vereinbart werden. Die Ergebnisse dienen als ergänzende Informations- und Entscheidungsgrundlage für das Unternehmen.
Zentrale Versicherungen für Banken & Finanzinstitute
Welche Versicherungen im Einzelfall relevant und geeignet sind, hängt vom jeweiligen Geschäftsmodell und Risikoprofil ab. Die nachfolgenden Angaben sind allgemeine Beispiele und keine abschließende Produktempfehlung. Der konkrete Versicherungsschutz richtet sich ausschließlich nach den vereinbarten Versicherungsbedingungen, Versicherungssummen, Selbstbehalten und Ausschlüssen.
01
Vermögensschaden-Haftpflicht / D&O
Absicherung von Vermögensschäden aus Pflicht-, Organisations- oder Beratungsfehlern sowie persönlicher Haftung von Vorständen, Geschäftsleitern und Aufsichtsgremien. Ein zentraler Baustein im Kontext von Governance- und Haftungsanforderungen.
02
Cyber-Versicherung
Absicherung von Risiken aus Cyberangriffen, Datenschutzverletzungen, IT-Ausfällen und Betriebsunterbrechungen. Besonders relevant vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung, Auslagerungen sowie regulatorischer Vorgaben zur IT- und Informationssicherheit (z. B. DORA, MaRisk).
03
Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung
Schutz für Gebäude, technische Anlagen, Rechenzentren, SB-Systeme und sonstige betriebsnotwendige Infrastruktur – inklusive finanzieller Folgen aus Ausfällen kritischer Geschäftsprozesse.
04
Vertrauensschaden-Versicherung
Absicherung gegen Schäden durch vorsätzliche Handlungen von Mitarbeitenden oder externen Dritten, insbesondere im Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäft und bei internen Kontrollprozessen.
Typische Schwachstellen in bestehenden Deckungskonzepten
Je nach Alter, Aufbau und bisheriger Betreuung des Versicherungskonzepts können unterschiedliche Prüffelder bestehen. Im Rahmen einer Analyse können insbesondere folgende Punkte betrachtet werden:
Unklare, eingeschränkte oder veraltete Deckungsinhalte
Neue Geschäftsmodelle, Produkte oder Auslagerungen können zu verändertem Versicherungsbedarf führen. Im Rahmen der Analyse können insbesondere versicherte Tätigkeiten, Haftungserweiterungen, Sublimits und Ausschlüsse auf möglichen Anpassungsbedarf untersucht werden
Deckungslücken und Überschneidungen zwischen einzelnen Sparten
Unsaubere Abgrenzungen zwischen Vermögensschaden-, Cyber-, Vertrauensschaden- und Sachversicherungen führen zu Unsicherheiten hinsichtlich Zuständigkeit und Leistung im Schadenfall.
Unzureichende Berücksichtigung von IT-, Cyber- und Auslagerungsrisiken
Bei Veränderungen der IT-Systeme, der eingesetzten Dienstleister oder der Cloud-Infrastruktur kann geprüft werden, ob der bestehende Versicherungsschutz noch zum aktuellen Risikoprofil des Unternehmens passt. Eine rechtliche oder aufsichtsrechtliche Bewertung, insbesondere nach DORA oder MaRisk, ist nicht Gegenstand der Versicherungsanalyse.
Fehlende regelmäßige Markt- und Angemessenheitsprüfung
Versicherungssummen, Selbstbehalte und Prämien werden über Jahre fortgeschrieben, ohne systematische Marktanalyse oder dokumentierte Entscheidungsgrundlage gegenüber Vorstand, Revision oder Aufsicht.